LTVK Now!

LTVK Online – Programm – Montag, 13. September 2021

13. September 2021

10.00 – 10.10 Uhr
Begrüßung

10.10 – 10.40 Uhr
Public Value
„Lokal-TV während Corona – zwischen Informationsvermittlung und Ehrensache?“

Wie viele andere Wirtschaftszweige musste auch Lokalfernsehen im vergangenen Jahr aufgrund der Coronakrise massive Einschnitte durch Umsatzeinbrüche verkraften. Doch „Abwarten und Däumchen drehen“ war für Rundfunkveranstalter während der verschiedenen Lockdowns keine Option. Lokale Informationen zum Infektionsgeschehen und der medizinischen Infrastruktur vor Ort wurden mehr nachgefragt denn je. Doch viele Anbieter blieben nicht nur reine Informationsvermittler, sondern packten ganz nebenbei auch noch selbst mit an. Waren lokale Rundfunkstationen vielleicht auch eine Art „sozialer Kitt“ in der Coronakrise?

 

Rückblick

Dr. Fabian Magerl, Medienrat SLM

Lokal-TV-Veranstalter

 

Gespräch

Jochen Fasco, Direktor TLM

Malte Krückels, Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund

Mike Langer, altenburg.TV

 

10.45 – 11.15 Uhr
Förderung Lokaljournalismus
„Neue Fördermodelle braucht das Land“

Im Oktober 2019 erhielt die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) per Gesetz eine neue Aufgabe: Lokaljournalistische Angebote von Rundfunk- und Telemedienanbietern fördern – sofern Drittmittel, bspw. durch das Land, zur Verfügung gestellt werden. Die mabb entscheidet demnach über die Verteilung der Fördermittel und wahrt somit die Staatsferne und Unabhängigkeit. Dass eine Medienanstalt nun auch Inhalte fördern darf und das auch bei Online-Medien, ist ein Novum in Deutschland – und kein Spaziergang. Welche Meilensteine wurden schon zurückgelegt und an welchem Punkt steht das Vorhaben aktuell?

 

Keynote

Steffen Meyer-Tippach, mabb

Navid Nail, Lausitz TV

Denis Kettlitz, seenluft 24

 

Gespräch

Dr. Eva Flecken, Direktorin mabb

Dr. Benjamin Grimm, Staatssekretär in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg

Vera Linß, Moderatorin und Journalistin

 

11.20 – 11.50 Uhr
Reichweitenmessung
„Wer, wie, was – wie lange? Zeitgemäße Reichweitenmessung für Lokal-TV“

Durch das direkte Feedback auf den Social-Media-Plattformen können Lokal-TV-Sender einen vagen Eindruck davon bekommen, wer sich hinter ihrer Zuschauerschaft verbirgt. Doch nicht jede und jeder legt sich ein Profil bei Instagram, Facebook und Co. an. Zu wissen, wer zu welcher Stunde und über welchen Ausspielweg Lokalfernsehen verfolgt, kann jedoch nicht nur für die Programmentwicklung, sondern auch für die Vermarktung entscheidend sein. Seit vielen Jahren versuchen Medienanstalten mit einer „klassischen“ Reichweitenforschung das Lokal-TV-Publikum besser zu erfassen. Doch welche Grenzen hat die sogenannte Funkanalyse? Und welche Erkenntnisse könnte eigentlich eine technische Erhebung bieten?

 

Präsentation

Michael Richter, MSA

Stefan Bischoff, MAS Partners

 

Gespräch

Holger Liljeberg, INFO GmbH

Klaus Juli, M. E. N. GmbH

Heinz Merkel, Greifswald TV

Nadine Kreutzer, Moderatorin

 

11.55 – 12.30 Uhr
Neue Ansätze
„Forever Young? Neue Ansätze für junge Menschen im Lokalfernsehen“

Primetime – was ist das? Junge Menschen konsumieren Bewegtbildinhalte fast ausschließlich auf ihrem Smartphone über Instagram, YouTube und Snapchat. Um die junge Zielgruppe zu erreichen, genügt es jedoch nicht, die TV-Formate einfach über die sozialen Netzwerke auszuspielen. Jugendliche interessieren sich für ausgewählte und bestimmte Themen und haben andere Ansprüche an die visuelle Ästhetik und Umsetzung des Contents. Wer könnte also besser wissen, was Menschen der Generation Z interessiert, als Menschen der Generation Z? Lokal-TV-Anbieter haben daher neue Ansätze für Ausbildung und Programminhalte entwickelt und kurzer Hand junge Leute vor und hinter der Kamera #einfachmachen lassen.

 

Präsentationen

Sascha Devigne, Studio 47

Martin Hanschick, seenluft 24

Mike Langer, altenburg.TV

 

Gespräch

Prof.Dr. Claudia Nothelle, Institut für Journalismus, Hochschule Magdeburg-Stendal

 

12.30 – 13.00 Uhr
Mittagspause

13:00 – 14:00 Uhr

Workshop I
Umgang mit Hasskommentaren

Stanley Vitte, Journalismus, Training, Beratung

„Don’t kill the messenger“ heißt es so schön. Nicht selten erfahren Medienschaffende für ihre Abbildung der Realität und die Überbringung unangenehmer Nachrichten jedoch Frust, Wut und manchmal sogar Hass. Die Medienbranche verlangt ihren Berufstätigen Resilienz und ein dickes Fell ab. Aber auch einfache Handlungsempfehlungen und –anleitungen können bereits helfen, in einer aufgeladenen Situation besonnen und selbstschützend zu reagieren und die richtigen Antworten zu finden.

Workshop I: Hier geht´s zur Anmeldung

Workshop II
Mobile Reporting

Markus Kowalski, Into VR & Video GmbH

Nicht nur mobile Journalistinnen und Journalisten haben sich in den vergangenen Jahren an das „Berichten von unterwegs“ gewöhnt, Storys produziert und sich professionalisiert. Auch die Technikindustrie lässt die herkömmliche Kamera zunehmend alt – und klobig – aussehen. Für Videos in Dolby Vision und 4K-Auflösung bedarf es mittlerweile eines nicht einmal handgroßen Smartphones. Doch auch für Mobile Reporting müssen nach wie vor personelle Ressourcen eingebunden werden – oder hat sich auch der Workflow vereinfacht?

Workshop II: Hier geht´s zur Anmeldung

14.00 – 15.00 Uhr

Workshop III
Umgang mit Hasskommentaren

Stanley Vitte, Journalismus, Training, Beratung

Workshop III: Hier geht´s zur Anmeldung

Workshop IV
Mobile Reporting

Markus Kowalski, Into VR & Video GmbH

Workshop IV: Hier geht´s zur Anmeldung

 

15.00 – 15.30 Uhr
Pause

 

15.30 – 16.30 Uhr
Programmbörse

Trotz der Coronakrise standen die Schnittrechner, Fahrzeuge und Kameras der Lokal-TV-Stationen im vergangenen Jahr nicht still – Formatideen wurden jedenfalls am laufenden Band umgesetzt und produziert. Wir wagen einen Blick in die Bundesländer und beleuchten neue Programminhalte, die die Lokal-TV-Sender im vergangenen Jahr entwickelt haben.

23. September 2015

ab 15.00

Eintreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

16.00

Begrüßung

Dr. Hans Hege, Direktor mabb

16.10

Keynote

Bert Lingnau, Medienanstalt M-V

Region, Relevanz und rollende Rubel | 10 Thesen über das lokale Fernsehen

16.30

Vermarktung

Peter Christmann

Kurzpräsentation von Goldbach Media

Kurztalks

16:40

Ist Lokal-TV gut genug für „richtige“ Vermarktung?

Susanne Tockan | Dr. Holger Liljeberg, Geschäftsführer INFO GmbH

Werbefinanzierung funktioniert über Reichweiten, für die es etablierte Währungen gibt. Fernsehen wird in Deutschland
nach dem Fernsehpanel AGF/GfK gemessen. Doch diese etablierte Währung funktioniert bei Lokal-TV nicht. Es gibt
Alternativen – doch lässt sich das Problem der fehlenden Werbebudgets so lösen?

16:50

Gemeinschaftsmagazine und überregionale Werbeflächen

Susanne Tockan | René Falkner, Geschäftsführer Sachsen Fernsehen

Größere Reichweite, größere Kunden. Gemeinschaftsformate sollen über den Tellerrand blicken und neue Zielgruppen und
zusätzliche Kunden ansprechen. In der Praxis werden aber mögliche Synergien nicht genutzt. Lokal-TV ist oft auch
Kleinstaaterei, keiner will sich in die Karten gucken lassen.

17:00

Wie vermarktet man Sparten- und Lokal-TV-Kanäle?

Susanne Tockan | Peter Christmann, Goldbach Media

Professionelle Vermarktungsstrukturen haben vor allen die großen, nationalen Sender – und damit auch die großen Budgets.
Das könnte sich ändern lassen, wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind. Hat Lokal-TV in Deutschland eine vermarktungs-
taugliche Struktur? Stimmt das Programmumfeld?

17.15

Demo

Sender – Crowdfundingprojekt, Genossenschafts-TV – die Idee, die Inhalte, das multimediale Konzept

Philip Banse, Gründer

17:40

Objektiv schönes Fernsehen – Maßstäbe für Lokal-TV

Prof. Dr. Vinzenz Wyss, Media Quality Assessment GmbH

In der Schweiz können Lokal- und Regionalsender öffentlich gefördert werden – wenn sie gewisse Standards einhalten.
Welche sind das? Wie wird das überprüft? Was ist messbare Qualität?

18:10

So geht´s nicht weiter! Alternativen zum Existenzkampf

Kaum ein Lokal-Sender macht Gewinn – die „schwarze Null“ gilt den meisten schon als Erfolg. Über 20 Jahre nach
der Erfindung von Lokalfernsehen gibt es noch kein funktionierendes Geschäftsmodell. Daraus müssen Konsequenzen
gezogen werden: Soll man die Strukturen des Lokal-TV drastisch verändern – etwa durch Rahmenprogramme mit Lokal-
Fenstern oder andere Verbreitungsgebiete? Oder lebt Lokal-TV gerade von der Kleinteiligkeit, von manchen auch Nähe genannt?
Die Akzeptanz des Lokal-TV ist Studien zufolge gut – das muss man doch vermarkten können?

Diskussionsrunde

Thomas Langheinrich, Präsident LfK | Thomas Böhm, MV1/TV:SCHWERIN | Michael Sagurna, Präsident SLM | Klaus-Dieter Böhm, Vorsitzender Bundesverband Lokal-TV | Bärbel Romanowski-Sühl, Medienrat mabb

Moderation: Susanne Tockan, rbb

19:00 Grillbüffet | Musik | Gespräche

 
 

24. September 2015

09.00

Journalismus, Qualität und Relevanz

Jochen Fasco, Direktor TLM

Sehenswert zu sein ist die Grundlage fürs Gesehenwerden! Was leistet Lokal-TV heute schon? Was ist der Anspruch
an das Medium? Muss ein Vereinsvorsitzender, muss ein Lokal-Politiker Lokal-TV gucken, um up-to-date zu sein? Das muss
der Anspruch sein für das letzte lokale Medium, das noch alle Menschen erreichen kann. Wie wird man unverzichtbar? Wie
etabliert man im Sender Qualität und Relevanz?

09.20

Verbreitung – technische Reichweite schaffen

Martin Deitenbeck, Geschäftsführer SLM

ARD und ZDF machen es sich einfach – überall wo potenzielle Zuschauer sind, dort ist auch der öffentlich-rechtliche
Rundfunk. Das kann sich privat finanziertes Fernsehen nicht leisten, für jeden Verbreitungsweg müssen Kosten und Nutzen
abgewogen werden. Was tut Lokal-TV, was fördern die Landesmedienanstalten, welche Ansätze gibt es schon und was fehlt
noch?

09.45

Workshop Erfahrungen mit Lokal-TV via Satellit

Veit Olischläger, bmt | Jan Czemper, mabb | Dr. Holger Liljeberg, INFO GmbH

Lange Zeit konnten sich nur wenige regionale oder lokale Sender eine Verbreitung über Satellit leisten. Gerade im ländlichen Raum fehlte ihnen dadurch viel Reichweite. Das hat sich in den letzten zwei Jahren geändert, vor allem durch Förderprojekte der Landesmedienanstalten. Dabei gibt es unterschiedliche Konzepte. Inzwischen liegen auch erste Erfahrungen vor, wie gut sie funktionieren. Welche Konzepte gibt es und wie sieht es mit der Nutzung bei Sat und Streaming aus?

Workshop Zuschauerbindung durch Zuschauereinbindung

Matthias Heigl, Meissen Fernsehen | Brian Schneider, Köln.tv

In einer modernen Mediengesellschaft gilt: Was in Medien nicht vorkommt, ist nicht passiert. Gerade im Lokalen erwächst daraus oft ein Anspruch an die Sender. Die Vereine, die Feuerwehr, Parteien und viele mehr wünschen sich Berichterstattung. Eine riesige Chance für die Redaktionen, selbst wenn nicht jedes Ereignis mit einem kompletten Team begleitet werden kann. Doch auch der einfache Zuschauer kann Content liefern – Sender senden eben nicht mehr nur, sie empfangen auch und können zur lokalen Plattform werden.

Workshop Werberichtlinien

Torsten Giebel, die medienanstalten, Michael Neugebauer, ems

Im ohnehin kleinen lokalen Werbemarkt ist jeder Kunde willkommen. Der klassische Werbespot verliert immer mehr an Bedeutung, Sponsorings und crossmediale Produkte werden immer wichtiger. Vieles geht, nicht alles ist erlaubt und manches schadet auch dem Gesamtprodukt des Senders. Ein Workshop über Formate, Produkte und Werberegeln.

10.30 Pause mit Präsentationen:

Leipzig School of Media: Präsentation berufsbegleitender Masterstudiengänge New Media Journalism, Crossmedia Management, Corporate Media und Mobile Marketing, Volontärskurs Crossmedia Zertifikatskurs Social Media Manger (PZOK), Volontärskurs Crossmedia als Bestandteil der Volontärsausbildung der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (Initiative der Sächsischen Landesmedienanstalt).

ems – electronic-media-school Babelsberg: Aus- und Weiterbildungsangebote speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lokal-TV-Sendern, Infostand.

HMS – Präsentation Sendeautomation einschließlich der Planungskomponenten für Digital Signage, Addressable TV Workflow (über HbbTV) und Ausblick auf 4K-Playout.

E&S GmbH (Manebach): Präsentation von UHD Equipment für kleine und lokale Sender. ViTex Sendeautomation UHDready. Vierfach-Playout INKA4c enthält Zusatzdienste HbbTV, EPG und Teletext. Bedienkonzept über einfache Windows-Bediensoftware ViTex8 mit Wochenplan und Online-Redaktionssystem RedaSys.

VST GmbH: Beratung, Planung, Realisierung, Schulung und Service für Film, Reportage oder Studioproduktion. Moderne digitale Audio- und Videotechnik sowie Zubehör für die professionelle Videoproduktion.

SKB – Drehen mit Drohne, Vorführung, Erfahrungsbericht, Anwendungsbeispiele.

M.E.N. – Virtual Reality ist nicht mehr nur etwas für Gamer, Präsentation, Anwendungsbeispiele.

 

11.30

Workshop Workflow digital

Michael Merz, Indarium GmbH

Lokal-TV digital – das ist nicht nur ein digitales Rundfunksignal. Ein digitaler Sender produziert ganz anders als früher, verbreitet seine Inhalte auf vielfache Weise, auf zahlreichen Plattformen und unabhängig von Sendezeiten. Metadaten sind das entscheidende Stichwort, wenn man sich nicht im Dschungel von HbbTV, Youtube, Kabel, Satellit, Facebook etc. verirren will. Noch sind Metadaten für die meisten Sender ein Hass-Wort. Dabei könnte alles ganz einfach sein…

Workshop Vermarktung für adressable TV, Smartclip-Präsentation

Sebastian Busse, Director Business Development, Connected TV, smartclip Holding AG

Teil 1 Multiscreen Video-Konsum und Marketing. Herausforderungen für das werbefinanzierte Geschäftsmodell.

Teil 2 Addressable TV – mal wieder ein neues Buzz-Word? …oder eine konkrete Chance für den TV Markt und Lokal TV Sender im Besonderen.

Workshop Sport im Lokal-TV

Stephan Rätzel, Oderland TV

Sport gehört zu den wichtigsten Themen lokaler Medien – der Heimatverein muss auch ins Heimatfernsehen. In der Praxis scheitern die meisten Sender am Anspruch guter Sportberichterstattung. Zeitlicher Aufwand und Refinanzierung sind schon zuhause nicht in Einklang zu bringen und dann auch noch das Problem mit den Auswärtsspielen. Kann es trotzdem gehen?

12.15

Abschlussplenum

Martin Heine, Direktor MSA | Marleen Janew, Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern |
Horst Waschke, Vorsitzender BFN | Roman Garthoff, ems electronic media school | Mike Langer, TV Altenburg |
Moderation: Peter Stawowy

Wie und wovon? Zwei Fragen haben die beiden Tage bestimmt. Wie entwickelt sich Lokal-TV weiter? Und wovon
sollen die Sender leben? Der Kongress hat sie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, Anregungen gegeben,
weitere Fragen aufgeworfen. Antworten müssen Sender, Medienanstalten, Werber und lokale Partner gemeinsam finden.
Die ToDo´s im Überblick.

13.00 Get-together und Imbiss

21. September 2016

ab 14.00

Eintreffen der Teilnehmer

15:00

Begrüßung

Thomas Kralinski, Chef der Staatskanzlei des Landes Brandenburg

15:10

Thesen zu Lokal-Programm

Dr. Anja Zimmer, Direktorin mabb

15:30

Wenn es gut werden muss – Qualitätsansprüche ans Programm

Horst Waschke, Geschäftsführer Uckermark TV

16:00

TV als lokale Gemeinschaft

Michael Geffken, Direktor und Geschäftsführer der Leipzig School of Media

16:30

Pause

17:00

Viel Arbeit, wenig Ertrag – Politikberichterstattung im Lokalen

Mike Langer, Altenburg TV | Michael Erbach, Potsdam TV

17:30 Vortrag

Bedeutung lokaler Kommunikation – Räume-Identität-Medium

Thomas Krüger, Präsident Bundeszentrale für politische Bildung

18:10

Talkrunde

Mein Ort, meine Heimat, mein Sender!

Jochen Fasco, Direktor TLM | Thomas Krüger, Präsident Bundeszentrale für politische Bildung | Robert Dobschütz, Leipziger (Internet)-Zeitung | Mike Langer, Altenburg TV | Bärbel Romanowski-Sühl, Medienrat mabb 

Moderation: Franziska Wöllner | Dresden Fernsehen / Sachsen Fernsehen

19:00 Grillbüffet | Get-together

 
 

22. September 2016

9.00

Begrüßung

Erwartungen an Lokal-TV aus Sicht der Landesmedienanstalten

Christoph Waitz, Medienrat SLM

09.20

Vortrag

Fernsehen in Echtzeit – Slow-TV als Gemeinschaftsereignis lokaler Identität

Thomas Hellum, NRK Hordaland | Andrea Flörke, Rennsteig TV

09.45

Workshop

“Europa vor der Haustür – Wie werden internationale Themen zu lokalen Fernsehgeschichten?” Ein Praxisbeispiel von Studio 47

Sascha Devigne | Studio 47

Workshop

Programmideen für das Lokal-TV

Dr. Andreas Czaplicki | uniQma GmbH

Workshop

Berichterstattung über rechts und ihre Wirkung

Katharina Neumann, Ludwig-Maximilians-Universität München | Dr. Philip Baugut, Ludwig-Maximilians-Universität München

10.30 Pause mit Präsentationen:

11.30

Workshop

Sportberichterstattung lokal – Praxisbeispiel Vorpommern Sport

Max Merkel, Greifswald TV

Workshop

Lokal-TV und Social Media: Richtige Nutzung von Bewegbild-Content zur Markenschärfung in der jungen Zielgruppe

Prof. Dr. Katja Nettesheim, Gründerin und Geschäftsführerin von _MEDIATE

Workshop

Programmoptimierung mit Nutzerdaten – Klicks und Qualität

Michael Richter, Medienportal Sachsen-Anhalt | Stefan Bischoff, MAS Partners

12.15

Abschlussplenum

Und so machen wir jetzt weiter – ein Blick nach vorn

Malte Krückels, Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen | René Falkner, BLTV | Martin Heine, Direktor MSA | Horst Waschke, Uckermark TV

Moderation: Peter Stawowy, stawowy media

13.00 Imbiss | Get-together

In zahlreichen Podiumsdiskussionen und Vorträgen thematisierten Branchenexperten aktuelle Herausforderungen für lokale TV-Formate und stellten im neuen Format „Show Case“ Best-Practice-Beispiele aus den ostdeutschen Bundesländern vor. Das umfangreiche Programm des Lokal-TV-Kongress gab den Teilnehmern außerdem die Möglichkeit, ihr Wissen in verschiedenen Workshops zu vertiefen.

27. September 2017

ab 14.00

Eintreffen der Teilnehmer

Tagesmoderation: Peter Stawowy, stawowy media

15:00

Begrüßung

Grit Wißkirchen, Vize-Präsidentin und Medienrätin der SLM

15:15

Die Bedeutung von Lokal-TV

Input

Prof. Dr. Frank Fechner, TU Ilmenau

Diskussion

Prof. Dr. Frank Fechner, TU Ilmenau | Dr. Anja Zimmer, Direktorin mabb | Sergej Lochthofen, Journalist | David Schraven, Gründer und Geschäftsführer correctiv | Uwe Tschirner, Oberlausitz TV

16:15 

Lokales in digitalen Zeiten – zur Zukunft des lokalen Fernsehens

Input

Prof. Dr. Wiebke Möhring, TU Dortmund

Diskussion

Prof. Dr. Wiebke Möhring, TU Dortmund | Christian Uhlmann, Jena TV | Simone Jost-Westendorf, Stiftung VorOrt NRW | Bert Lingnau, Direktor MMV | Ralph Kühnl, Rhein-Neckar Fernsehen GmbH

17:45

Pause

18:00

Show Case: Lokal-TV-Beiträge aus den fünf ostdeutschen Bundesländern

Präsentation

Walter Demski, stellv. Direktor MSA

19:30 Grillbüffet | Get-together

28. September 2017

Tagesmoderation: Peter Stawowy, stawowy media

09:00

Begrüßung

Marleen Janew, Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern

09:05

Rückblick auf Tag 1

Peter Stawowy, stawowy media

09:15

Junges Lokal-TV

Prof. Dr. Katja Nettesheim, Gründerin und Geschäftsführerin von _MEDIATE | Heike Poley, _MEDIATE

10:00

Pause

Workshop 1

Rechtliche Rahmenbedingungen für Drohnenaufnahmen in Deutschland

Lars Drawert, transfer media

Workshop 2

Neue Formate, Nutzergruppen und mehr Reichweite

Dr. Lüder Kaltwasser, Engineering & Software GmbH

Frank Strässle, Bayerische Medien Technik GmbH

Matthias Schmidt, regiocombo.Deutschland GmbH

Semir Nouri, JVC Kenwood

Michael Richter, MSA

Workshop 3 – Teil 1

Vermarktung und Monetarisierung von Lokal-TV-Content im Kanal Internet

Nicolai Fleckenstein, transfer media

11:00 Pause mit Präsentationen

11:30

Workshop 3 – Teil 2

Vermarktung und Monetarisierung von Lokal-TV-Content im Kanal Internet

Nicolai Fleckenstein, transfer media

Workshop 4

Show Case Schweiz

Bettina Nyffeler, BAKOM Schweiz

Prof. Dr. Steffen Kolb, htw Berlin

Workshop 5

Übersicht Fortbildungsangebote Lokal-TV

Judith Günther | Lisa Kempf, mabb

Michael Hiller, DJV Sachsen

Peter Effenberg, transfer media

Sylvio Dahl, ems

Michael Geffken, Leipzig School of Media

12:15

Abschlussplenum

Wie geht´s weiter?

Jochen Fasco, Direktor TLM | René Falkner, BLTV | Bärbel Romanowski-Sühl, Medienrat mabb | Michael Geffken, Leipzig School of Media | Michael Tallai, Mediengruppe Thüringen Verlag GmbH

13:15 Imbiss | Get-together

Unter dem Thema „Smartes Lokal-TV – Neue Wege der Vermarktung“ beschäftigte sich der Kongress 2018 mit den Potenzialen von Smart TV und digitaler Werbung für Lokalfernsehen. Aber auch „smarte“ Strategien der Programmentwicklung, etwa die Umsetzung von Marktforschungsergebnissen oder die Einrichtung einer „Innovationsredaktion“, sowie zukunftsweisende Vermarktungsmodelle wurden vorgestellt. Die Kongressteilnehmer konnten Workshops zu Off-Air-Promotion, Social-Media-Auftritten oder Werbekooperationen besuchen.

2018 wurde erstmals eine Programmbörse veranstaltet. Acht Lokal-TV-Macher präsentierten darin besondere Formate, Magazine wie Spezialsendungen, gewinnbringende Kooperationen mit anderen Medien, aber auch technische Innovationen, die lokale Sender smart für die Zukunft aufstellen.

24. September 2018

ab 14:00

Eintreffen der Teilnehmer

Tagesmoderation: Kathrin Ruther, Entwicklungslabor mdr

15:00

Begrüßung

Dr. Anja Zimmer, Direktorin mabb | Michael Sagurna, Präsident Medienrat SLM | Jochen Fasco, Direktor TLM

Die Direktoren der Landesmedienanstalten Berlin-Brandenburg, Sachsen und Thüringen eröffnen das Programm mit einem Jahresrückblick. Was hat sich seit dem letzten Lokal-TV-Kongress im eigenen Hause getan und welche Erwartungen weckt der diesjährige Lokal-TV-Kongress?

Kathrin Ruther moderiert die Begrüßungsrunde der Direktoren.

15:30

Vortrag: Gibt es ein Erfolgsrezept für “smartes” (regionales) Infotainment?

Marktforschung als Werkzeug der Programmstrategie

Harry Klein, Chefredakteur von 17:30 Sat.1 Bayern

Man nehme… ein paar lokale Nachrichten, ein, zwei rührende Geschichten, ein umfangreiches Serviceangebot und zum Abschluss ein Katzenvideo – fertig ist der Zuschauermagnet? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Die Geschmäcker sind unterschiedlich, das Publikum heterogen. Hier können die Mittel der Marktforschung helfen. Wie kann ein Lokal-TV-Sender seine Zuschauer besser verstehen? Kann man Sendungen mit geringem Aufwand für das Publikum „maßschneidern“? Und – wer ist das Publikum überhaupt?

Harry Klein berichtet, wie Feedbackrunden und Marktforschung seinem Format zum Erfolg verhalfen.

16:00

Vortrag: Der Nutzer sucht Nähe! Über lokale Nachrichten bei überregionalen Plattformen

Marie-Anne Hollenz, FOCUS Online | Oliver Markert, FOCUS Online

Bislang haben vor allem lokale Medien über regionale Themen berichtet. Inzwischen interessieren sich jedoch auch Online-Medien mit globalen Inhalten zunehmend für Stadtfeste und Lausitzer Apfelköniginnen. Sogar Facebook testet eine App, die Lokalnews generieren soll. Das Newsportal Focus Online hat ein Netzwerk aus lokalen Berichterstattern aufgebaut, die Inhalte zuliefern – darunter auch lokale Fernsehsender. Warum interessiert sich Focus Online für Lokal-TV? Und was haben die Sender davon?

Marie-Anne Hollenz und Oliver Markert von Focus Online Local stellen ihr Netzwerk vor.

16:30

Pause

17:00

Diskussion: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Was leistet Lokal-TV?

Die Quartalszahlen von Lokalzeitungen gehen weiter zurück. Zugleich scheint das gesellschaftliche Bedürfnis nach lokalen Informationen unablässig zu steigen. Online-Newsportale zeigen, dass lokale (Video-)Inhalte stärker nachgefragt werden. Der Zuschauer sucht Nähe. Wie aktuelle Studien der Landesmedienanstalten belegen, stellt Fernsehen nach wie vor das Medium dar, das am meisten Menschen erreichen kann – auch im Lokalen. Mit diesem Potenzial gehen entsprechend hohe Ansprüche aus Politik, Werbewirtschaft und Publikum einher. Lokal-TV solle bestenfalls relevant, bürgernah, hyperlokal, glaubwürdig, kritisch und obendrein unterhaltsam sein. Oftmals können Sender jedoch gar nicht ihren Eigenansprüchen gerecht werden. Die Frage ist nicht nur, was leistet Lokal-TV, sondern was kann Lokal-TV überhaupt leisten?

Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien und Internationale Beziehungen

Marleen Janew, Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern

Sascha Devigne, Studio 47

Harry Klein, Sat.1 Bayern

Thomas Böhm, MV1/TV:SCHWERIN

Moderation: Daniel Ebert, mdr und Rennsteig TV

18:15

Pause

18:30

Programmbörse: “Was uns zur Marke macht!” TV-Macher stellen Beiträge, Formate und experimentelle Projekte vor

Im Alltagsgeschäft eines Lokalsenders bleibt selten Raum für neue Programmideen und viel weniger noch für die Konzeptentwicklung, geschweige denn Umsetzung. Spannende Projekte und Formate, die nicht nur Zuschauer begeistern, sondern auch gewinnbringend sein können, müssen jedoch nicht immer neu erfunden werden. In der Lokal-TV-Branche gibt es bereits Erfolgsmodelle und Programme, die die Stärken von Lokal-TV aufzeigen. In der Programmbörse können Lokal-TV-Macher über den Tellerrand blicken und sich von der Arbeit der Kollegen inspirieren lassen.

19:30

Grillbüffet | Get-together

25. September 2018

Tagesmoderation: Kathrin Ruther, Entwicklungslabor mdr

09:00

Begrüßung

Bert Lingnau, Direktor MMV | Martin Heine, Direktor MSA

Der zweite Tag startet mit einer Begrüßung durch die Direktoren der Medienanstalten Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Was hat sich seit dem letzten Lokal-TV-Kongress in den Landesmedienanstalten getan? Welche Erwartungen weckt der zweite Kongresstag?

Kathrin Ruther moderiert die Begrüßungsrunde der Direktoren.

09:30

Vortrag: Lokal-TV und digitale Werbung: Liebe auf den zweiten Blick?

Sebastian Labonte, smart-tv market GmbH, BLTV

Was tun, wenn globale Player wie Facebook und Google auch im lokalen Werbemarkt aktiv werden? Sind Lokalsender dem digitalen Wettbewerb hilflos ausgesetzt? Durch HbbTV könnte Lokalfernsehen mit den großen Fischen schwimmen – von Algorithmen profitieren und Werbeeinnahmen auch durch überregionale Kunden erzielen. Aber kann das sogenannte „Programmtic Advertising“ die Lösung für das Problem der Unterfinanzierung sein?

Sebastian Labonte erklärt, wie digitale Werbeformen aussehen, was sie leisten können – und was nicht.

10:00

Workshop 1

Lokale Marken verbinden

Dr. Stefan Holl, Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA)

Verbraucher bestellen zunehmend online, Discounter lösen kleinere Lebensmittelgeschäfte in den Ortschaften ab. Die Veränderungen des Werbemarktes, insbesondere in kleinen und mittleren Städten, bekommen nicht nur lokale Unternehmen sondern auch Lokalsender zu spüren. Gehen damit die finanziellen Mittel für Werbemaßnahmen zurück? Können lokale Sender und lokale Werbepartner überhaupt noch voneinander profitieren?

Stefan Holl erklärt, worauf sich Lokalsender im Werbemarkt künftig einstellen müssen.

Workshop 2

Social-Media-Strategien für Lokal-TV

Kathrin Ruther, Entwicklungslabor mdr

Lokal-TV-Sendern wird immer wieder gepredigt, die sozialen Kanäle zu bespielen, um relevant zu bleiben. Soziale Medien erhöhen die Reichweite, sprechen auch ein jüngeres Publikum an und stärken die Zuschauerbindung durch Kommunikation – wenn man es richtig anstellt. Bei den Mitarbeiterressourcen hören die Möglichkeiten der Sender jedoch meist schon auf. Oder ist weniger vielleicht sogar mehr? In jedem Fall gilt: Gewusst, wie!

Freiwillige vor! Kathrin Ruther, Innovation Managerin im MDR Entwicklungslabor, gibt Lokalsendern spontanes Feedback zu ihrem Social-Media-Auftritt. Gemeinsam soll herausgearbeitet werden, wie Social-Media-Profile noch effektiver gestaltet werden können.

Workshop 3

Neue Werbeformen über Smart-TV und HbbTV

Klaus Juli, smart TV market GmbH

Sich nicht mehr um jeden Werbepartner und die Befüllung der Werbeplätze bemühen müssen und dabei große Werbekunden bedienen – das klingt für Lokalsender zunächst nach weniger Zeitdruck. Zugleich bedeutet Programmatische Werbung nicht nur, als TV-Veranstalter nicht zu wissen, welche Werbung geschaltet wird, sondern auch Arbeitsprozesse und Redaktionsabläufe anpassen zu müssen. Was sollten Lokal-TV-Veranstalter über die „Werbeform der Zukunft“ wissen und was können?

Klaus Juli von der M.E.N. GmbH stellt die technischen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen von „Programmatic Advertising“ vor.

10:45 Pause

11:15

Workshop 4

Off-Air-Promotion für die Markenbildung

Stefan Timm, Funkhaus Halle | André Gierke, Funkhaus Halle

Gesehen werden setzt nicht nur voraus, sehenswert, sondern auch sichtbar zu sein. Die Radiobranche macht vor, wie man als Medium seine Bekanntheit steigern und in den Köpfen der Menschen präsent bleiben kann: Einzelne private Radiomarken organisieren regelmäßig mittlere und große Events, die nicht nur Off-Air-Promotion, sondern im günstigsten Falle auch eine Einnahmequelle darstellen. Wäre das nicht auch etwas für Lokal-TV?

Stefan Timm und André Gierke vom Funkhaus Halle geben Einblicke, was es bei der Organisation von Events zu beachten gibt und wie man als Sender davon profitieren kann.

Workshop 5

Kooperationen, Innovationen und Mut zum Experimentieren

Sascha Devigne, Studio 47

Lokal-TV ist nur für wenige Veranstalter tatsächlich lukrativ. Die Werbeeinnahmen sinken, viele Sender können die „schwarze Null“ bereits als Erfolg verzeichnen. Mit den bewährten Methoden kommen viele Veranstalter nicht weiter. Aber bedeutet das Aufgeben? Oder gibt es erfolgsversprechende neue Wege? Manchmal wird der Mut, frischen Wind in die Redaktion zu bringen, belohnt – z. B. mit einer sechsstelligen EU-Fördersumme.

Sascha Devigne stellt die „Innovationsredaktion“ und erfolgreiche sowie gewinnbringende Kooperationen mit EU-Nachbarländern vor.

Workshop 6

Analog wird Digital: Die Sicherung des audiovisuellen Erbes von Lokalfernsehen

Mike Bielagk, KabelJournal GmbH | Saskia Albert-Hauck, Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)

Als vor einem Vierteljahrhundert die ersten Lokalsender in den neuen deutschen Bundesländern entstanden, existierten Begriffe wie „HbbTV“ oder „Programmatic Advertising“ noch nicht. Lokal-TV befand sich auf der Suche nach seiner Identität als Medium in einer Demokratie. Ein Blick zurück in die Nachwendezeit zeigt, was Lokalsender bereits in ihren Kindheitstagen geleistet haben und warum das audiovisuelle Material nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Mike Bielagk und Saskia Albert-Hauck stellen das Pilotprojekt zur Sicherung des audiovisuellen Materials aus der Nachwendezeit vor.

12:00

Diskussion: “Smart oder old-fashioned: Wo steht Lokal-TV?”

Der Kongress hat die Vergangenheit, Gegenwart und das Potenzial von Lokalfernsehen ins Auge gefasst. Was lässt sich aus den Beiträgen ableiten? Ist das Medium noch zeitgemäß? Mit Drohnenaufnahmen, crossmedialen Angeboten, Liveblogging oder Wahlberichterstattungen leistet Lokal-TV zweifelsohne einen Beitrag zur Medienvielfalt. Aber ist es für die Zukunft gewappnet und smart aufgestellt?

Bärbel Romanowski-Sühl, Medienrat mabb

Max Merkel, Greifswald TV

Mike Langer, Altenburg TV

Dr. Holger Liljeberg, INFO GmbH

Moderation: Kathrin Ruther, Entwicklungslabor mdr

13:15

Imbiss | Get-together

Das Programm des #LTVK 2019 widmete sich dem Miteinander. Nach der Eröffnung durch Staatssekretär Thomas Kralinski (Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund), beschäftigte sich der Kongress 2019 mit Kooperationen, Partnerschaften und Synergien im lokalen und regionalen Fernsehen. Mit Blick auf gewinnbringende Formate, Innovationskraft und spannende Inhalte wurde die Zusammenarbeit von Lokal-TV-Macherinnen und -Machern untereinander, mit anderen Lokalmedien, aber auch weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren aus Sport, Wirtschaft und Kultur in Diskussionen, Workshops und Vorträgen beleuchtet.

So berichtete unter anderem Dr. Steffen Wenzel (Hartplatzhelden) über die Gründungsidee, lokalen Fußball für alle zugänglich zu machen sowie die daraus hervorgegangenen Kooperationen. Aber auch die Kehrseite der Medaille wurde thematisiert. Unter dem Aspekt der regionalen Vernetzung diskutierten u.a. Jost Müller-Neuhof (Tagesspiegel) mit Lokal-TV-Veranstalterinnen und -Veranstaltern die Frage nach journalistischer Unabhängigkeit im lokalen Umfeld. Zudem fassten Margit Stumpp (Bündnis 90/Die Grünen), René Falkner (Bundesverbands Lokal-TV), Horst Röper (Formatt Institut) und Sabine Schicketanz (Potsdamer Neueste Nachrichten), moderiert von Dr. Anna Luise Kiss (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF), die Auswirkungen von Kooperationen für die lokale Medienvielfalt ins Auge.

3. September 2019

ab 14:00

Eintreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Tagesmoderation: Friederike Lina Schüler

15:00

Begrüßung

Dr. Anja Zimmer, Direktorin mabb | Bert Lingnau, Direktor MMV | Jochen Fasco, Direktor TLM

Die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und die Direktoren der Landesmedienanstalten Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen eröffnen den fünften Lokal-TV-Kongress. Sie blicken auf das Programm der letzten Jahre und die Zusammenarbeit zurück: Welche Themen konnten angestoßen werden? Welche Herausforderungen liegen noch vor uns?

15:30

Begrüßung

Thomas Kralinski, Bevollmächtiger des Landes Brandenburg beim Bund und Medien-Staatssekretär

15:40

Lokalsport im lokalen Fernsehen – Elfer oder Eigentor?

Keynote:

Dr. Steffen Wenzel, Hartplatzhelden

„Fußball gehört allen.“ Das Gründungsmitglied von Hartplatzhelden berichtet über die Idee, Lokalfußball für alle zugänglich zu machen. Wie kann das funktionieren und welche rechtlichen Fragen gilt es dabei zu beachten?

Panel:

Torsten Haverland, Geschäftsführer vom Landesportbund M-V | Dr. Steffen Wenzel, Hartplatzhelden | Max Merkel, Greifswald TV Inside Sport | Uwe Saegeling, Vereinspräsident HC Elbflorenz

Moderation: Norman Baumgartner

Lokalsport ist identitätsstiftend und verbindet. Er ist Gesprächsthema für den Gartenzaun und lukratives, willkommenes Format im lokalen Fernsehen – oder? Bei vielen Lokal-TV-Veranstaltern herrscht Unsicherheit, über welche Sportereignisse berichtet werden darf und wem die Übertragungsrechte gehören. Außerdem: Einfach Draufhalten kann jeder.

Wie kann Lokal-TV lokalen Sport gewinnbringend, spannend und informativ anbieten, ohne dass dafür zu viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt werden müssen? Welche Sportarten bieten sich für eine gewinnbringende, spannende und informative Berichterstattung an? Mit welchen Akteuren kann Lokal-TV zusammenarbeiten und kooperieren?

16:45

Pause

17:15

Lokale Medien in der Abhängigkeit? Zwischen kritischer Berichterstattung und Gefälligkeitsjournalismus

Panel:

Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister von Stralsund | Bärbel Romanowski-Sühl, Medienrat mabb | Mike Langer, Altenburg TV | Jost Müller-Neuhof, Tagesspiegel |
Nils Jonas Greiner, Referatsleiter des Referats Medienrecht und Medienpolitik in der Thüringer Staatskanzlei

Moderation: Friederike Lina Schüler

Von der Europawahl, über Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen bis hin zu Kreistagswahlen – 2019 ist ein politisches Jahr. Doch nicht nur im Umfeld von Wahlen wollen die Bürgerinnen und Bürger über politische Entscheidungen in ihrem unmittelbaren Umfeld, deren Begründungen und mögliche Auswirkungen informiert werden. Lokaljournalismus hat die Aufgabe, den Menschen vor Ort kontinuierlich ausgewogene Themen, auch die komplizierteren zu präsentieren und verständlich zu machen. Das forderte auch Brandenburgs Medienstaatssekretär Thomas Kralinski auf dem Lokal-TV-Kongress 2018: Lokal-TV müsse vermehrt politische Diskussionen vor Ort abbilden – „auch wenn es mal weh tut“.

Viele Lokal-TV-Veranstalter scheuen jedoch die kritische Berichterstattung, den Konfrontationskurs mit Politik und anderen Akteuren innerhalb der Kommunen. Sie befürchten Interviewabsagen und heftige Kritik aus dem lokalen Umfeld. Wo liegt hier die Schmerzgrenze? Wie kann Lokal-TV weiterhin unabhängig, ausgewogen und gleichzeitig kritisch berichten?

18:15

Pause

18:30

Programmbörse

Lokal-TV-Macherinnen und -Macher präsentieren im Rahmen der Programmbörse aktuelle Formate, Magazine und Spezialsendungen sowie gewinnbringende Kooperationen mit anderen Medien.

19:30

Grillbuffet | Get-together

4. September 2019

Tagesmoderation: Friederike Lina Schüler

09:00

Begrüßung

Martin Heine, Direktor MSA | Prof. Dr. Markus Heinker, Vizepräsident des Medienrates der SLM

09:20

Vernetzt, digital, smart – lokale Medienlandschaft von morgen

Vorträge:

Philipp Wilimzig, ikusei GmbH | Sascha Devigne, STUDIO 47

Dass Medien kooperieren, um gemeinsam mehr lokale Themen abdecken oder leichter Werbekunden akquirieren zu können, ist kein Geheimnis. Dass einzelnen Redaktionen bei der Koordination gemeinsamer Projekte nicht selten Geduld abverlangt wird, auch nicht. Gemeinschaftsformate produzieren sich schließlich nicht von alleine. Die Vernetzung von Medienunternehmen muss jedoch nicht nur inhaltlicher oder finanzieller Natur sein. Die Impulsvorträge zeigen, wie fruchtbar Networking mit anderen Medien sein kann, ohne dass die Medienvielfalt durch zu starken redaktionellen Austausch eingeschränkt werden muss.

Im Rahmen des Projekts „Smart-Village“ werden neue Möglichkeiten erprobt, wie ein lokales Medienangebot im ländlichen Raum durch digitale Technologien unterstützt und die Medienvielfalt vor Ort gestärkt werden kann. Eine App soll die Auffindbarkeit von lokalen Informationen erleichtern und Synergie-Effekte schaffen. Am Ende profitieren vor allem die Menschen vor Ort davon. Alles nur Idealismus oder kann das funktionieren?

STUDIO 47 hat sich in den vergangenen Jahren ein dichtes Netzwerk von Partnern anderer Medien und aus dem Kultur- und Freizeitbereich aufgebaut, das für Kooperationen, Promotion und Gattungsmarketing genutzt wird. Diese Zusammenarbeit hilft vor allem bei der Markenbildung und Distribution, denn für klassische Eigenwerbung gibt es bei den meisten lokalen TV-Sendern kein Budget.

10:00

Workshop 1

Lokal-TV-Macher von morgen – Zeit für ein neues Berufsbild

Michael Assenmacher, DIHK | Kathrin Konyen, stellv. Bundesvorsitzende DJV | Andreas Zenker, LTV

Moderation: Dr. Anna Luise Kiss, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Viele Lokalsender bilden Mediengestalter und Mediengestalterinnen aus. Die Auszubildenden lernen den Umgang mit Kamera, Licht, Ton und Regie. Im Redaktionsalltag mit dünner Personaldecke müssen die Auszubildenden jedoch nicht selten journalistische Tätigkeiten wie Recherchieren und Texten übernehmen. Tätigkeiten, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung nicht theoretisch erlernen.

Ist Mediengestaltung für Lokal-TV-Macherinnen und –Macher vor diesem Hintergrund noch eine zeitgemäße Ausbildung? Bedarf es eines neuen Berufsbildes mit stärkerem Fokus auf journalistische Tätigkeiten? Oder sollten sich Lokal-TV-Veranstalter zukünftig mehr um ausgebildete Journalistinnen und Journalisten bemühen?

Workshop 2

Aktive Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt – Rechtliche Möglichkeiten und Grenzen

Dr. Jörg Ukrow, Institut für Europäisches Medienrecht | Dr. Marietta Eisenhauer, Staatskanzlei Brandenburg

Die vordigitalen Medien stecken in der Krise. Reichweiten gehen zurück und gerade das jüngere Publikum wendet sich alternativen Online-Medien zu, die mit neuen Modellen und nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Nutzung als neue Konkurrenz auf den Werbemarkt drängen. Auch Lokalfernsehen ist hiervon betroffen und steht wirtschaftlich immer mehr mit dem Rücken zur Wand. Die technischen Reichweiten im Kabel sind rückläufig, die Vermarktung ist grundsätzlich schwierig, Reichweitenmessungen aufwändig und teuer.

Vor diesem Hintergrund beauftragte die TLM in Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei im Frühjahr 2018 das Institut für Europäisches Medienrecht e. V. (EMR) mit der Erstellung eines Rechtsgutachtens zur Frage der aktiven Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt. Wie sieht die Gesetzeslage aus und an welchen Stellschrauben kann noch gedreht werden?

Einen ersten Schritt im Sinne der Studie haben die Länder Brandenburg und Berlin getan: Sie haben die Novellierung des Medienstaatsvertrags auf den Weg gebracht und wollen damit  insbesondere das Angebot regionaler und lokaler Inhalte stärken. Mit der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen können erstmalig auch Programminhalte, die einen Beitrag zur lokalen und regionalen Informationsversorgung leisten, durch Mittel Dritter gefördert werden, bspw. durch Landesmittel. Wie kam es dazu? Welche Entwicklungen waren maßgebend für diesen Impuls?”

10:45 Pause

11:15

Workshop 3

Mobile Reporting – Mehr als nur Draufhalten

Matthias Sdun, SDUN.net

Dank des Smartphones können Journalistinnen und Journalisten mobil, schnell und mit leichtem Equipment vom Ort des Geschehens berichten. Social Media ermöglicht es, die Zuschauerinnen und Zuschauer unkompliziert mit Voxpops, Livestreams und Reportagen, in Form von Stories, zu erreichen.

Aber auch Mobile Reporting will gelernt sein. Über welche Skills muss ein Lokal-TV-Reporter oder eine Reporterin verfügen, um mit dem Smartphone kompetent live zu berichten?

Workshop 4

Zuschauer im Netz – Was können Lokal-TVler von YouTubern lernen?

Alexander Rihl, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf | Nadine König, allyance network

Das Fernsehen ist tot. Lang lebe das Fernsehen. Doch wenn der YouTuber Rezo mit einem politischen Beitrag von bisher ungewöhnlicher Länge von 54 Minuten auf der Plattform, innerhalb von zwei Wochen über 14 Millionen Klicks erzielt, könnte das Fernsehen möglicherweise noch aufholen. Quoten von 14 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern haben bislang nur Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Und Rezo ist kein Einzelfall.

Wie machen die YouTuber, die Influencerinnen das? Und wie könnte sich Lokalfernsehen etwas von diesem Reichweiten-Kuchen abschneiden? Gibt es ein Erfolgsrezept?

12:00

Ko-Operation am offenen Herzen – Zusammenarbeit und die Risiken für die Medienvielfalt vor Ort

Panel:

Margit Stumpp, Sprecherin für Medien- und Bildungspolitik, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, René Falkner, Vorstand Bundesverband Lokal-TV | Horst Röper, Formatt Institut | Sabine Schicketanz, Potsdamer Neueste Nachrichten

Moderation: Dr. Anna Luise Kiss, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Lokal-TV-Veranstalter sind Unternehmer und auf ein intaktes Werbeumfeld angewiesen. Gerade in strukturell schwachen Regionen fehlen jedoch oft die wirtschaftlichen Grundlagen. Das wirkt sich auch auf die lokale Medienlandschaft aus. Es ist eine Herausforderung, interessantes, ausgewogenes, lokales Programm zu gestalten, wenn der lokale Rückhalt immer geringer wird. Zusammenschlüsse von Medienunternehmen können helfen. Gemeinsam kann der Werbemarkt besser erschlossen werden. Doch auch diese Medaille hat zwei Seiten: Denn mit einer solchen Fusion kann auch ein redaktionell eigenständiges Medium von der Bildoberfläche verschwinden, die Medienvielfalt im ländlichen Raum abnehmen. Was bedeutet es für lokale Medienunternehmen, die sich nicht mehr refinanzieren können? Sollen sie aufgeben? Und was ist das geringere Übel für die Bürgerinnen und Bürger? Medienarmut und weniger Lokalinformationen oder potenzielle Meinungsmonopole?

13:15

Imbiss | Get-together