Jochen Fasco

Jochen Fasco, Direktor TLM

1. Warum ist der Lokal-TV-Kongress wichtig?

Alle lokalen Fernsehstationen in den neuen Bundesländern stehen mehr oder weniger vor ähnlichen Problemen. Da ist es naheliegend, dass man sich trifft, austauscht und zusammenarbeitet. Darüber hinaus schafft so ein Kongress Öffentlichkeit und macht deutlich, welchen Mehrwert Lokales Fernsehen für die Gesellschaft bedeutet.

2. Was hat sich seit dem letzten Kongress verändert, bewegt, entwickelt?

Solche Treffen mit Diskussionsrunden, öffentlichen Verlautbarungen und Forderungen sowie den eher internen Gesprächen in der „dritten Halbzeit“ unterstützten Information und Meinungsbildung. Beim ersten Branchentreff ging es vor allem um die Finanzierung von Lokal-TV. Hierzu sind auch internationale Fördermodelle vorgestellt worden. Wichtig war, die Politik in den ostdeutschen Ländern noch einmal auf die Gemengelage aufmerksam zu machen. Beim zweiten Kongress standen die Inhalte und Formate im Vordergrund und die Teilnehmer haben ein gemeinsames Thesenpapier verabschiedet.

3. Welche Fragestellungen sind für Lokal-TV aktuell zu klären?

Ich sehe da zwei große Themenkomplexe. Der Lokaljournalismus ist ein wichtiger Grundpfeiler unserer Demokratie. Wir müssen alle ein Interesse haben, die Medienvielfalt gerade auf dieser Ebene zu erhalten. Andererseits stellt die Digitalisierung und neue Formen, wie Content über das Internet zu den Nutzern kommt, vor allem die kleinen Fernsehstationen vor große Herausforderungen. Dabei müssen wir unsere Veranstalter unterstützen. Natürlich geht es immer auch um bessere Formate und neue Zielgruppen.